Einführung
Istrien ist das ruhige Gegenstück zu Dalmatien, und wer beide Kapitel dieses Bandes nacheinander fährt, bemerkt den Tonunterschied sofort. Dalmatien ist Licht, Salz, D8 und Fähren; Istrien ist Hügel, Trüffel, Olivenöl und belle époque. Die Halbinsel hat drei Gesichter — die Westküste mit Rovinj und Poreč, das bergige Hinterland um Motovun und Grožnjan, und die Kvarner-Bucht im Osten mit Opatija als Zentrum — und dieses Kapitel versucht, alle drei in fünf Tagen zu berühren, ohne zu hetzen.
Die Rundfahrt beginnt in Pula, dem südlichen Eckpfeiler der Halbinsel, wo der kleine Flughafen Pula Airport liegt und alle grossen Vermieter vertreten sind. Die Abholung ist unkompliziert — kompakter Flughafen, kurze Wege, meist kurze Warteschlangen, ausser im Hochsommer. Pula selbst ist kein Pflichtziel in diesem Kapitel (wir fahren am ersten Tag fast sofort weiter), aber das Amphitheater lohnt einen kurzen Halt, und wer am letzten Tag etwas mehr Zeit hat, kann die Altstadt besuchen.
Die besonderen Elemente dieses Kapitels sind der Tagesausflug nach Piran in Slowenien am dritten Tag (eine seltene Gelegenheit, in einer Kroatien-Rundreise auch eine andere Küstenstadt zu sehen), der Agrotourismus-Abend im Mirna-Tal, und die Küstenstrasse nach Opatija mit der Überquerung des Ćićarija-Gebirges. Die fünf Tage reichen für all das, wenn man sie nicht mit Autobahn-Fahrten füllt; das Kapitel meidet Autobahnen konsequent. Kein Mautabschnitt, keine lange Strecke, niedriges Budget — das hier ist die günstigste Rundreise der ganzen Reisebibliothek, und die Redaktion empfiehlt sie oft als Einstieg in das Format.
Der Wagen wartet in Pula¹, und ein Kompaktwagen ist die ganz richtige Wahl: Die Strassen sind schmal, die Parkplätze in den Altstädten eng, und der Kraftstoffverbrauch ist bei 320 Kilometern kaum ein Thema. Wer Cabrio fahren möchte — und Istrien mit seinem milden Mai-Wetter eignet sich dafür — zahlt etwas mehr und bekommt eine Erfahrung, die zu Dalmatien nicht passen würde, zu Istrien aber schon.
§2 — Mietwagen abholen
Der Flughafen Pula (PUY) liegt sechs Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums. Zwischen Terminal und Rental-Schaltern sind es zwei bis drei Minuten zu Fuss. Alle grossen Anbieter sind vertreten, und im Mai, Juni und September ist die Abholung stressfrei — selten mehr als zwanzig Minuten. Im Juli und August kann es länger dauern, und wer einen Nachmittagsflug nimmt, ist besser dran.
Die typischen Schalter-Fragen sind dieselben wie überall: Upgrade (nein, ein Kompakter reicht), Zusatzversicherung (abhängig von der Buchungsvariante), Zweitfahrer (kostet in Kroatien meist nichts oder sehr wenig, darauf bestehen wenn mehrere Fahrer vorgesehen sind), Grenzübertritt (für dieses Kapitel: nach Slowenien, was als EU-intern normalerweise problemlos ist — trotzdem erwähnen). Vgl. Fussnote ² für Details zum Grenzübertritt.
Vor der Abfahrt: Fahrzeug-Fotos, Tankstand notieren, Fahrzeugzustand im Vertrag gegenprüfen. Die erste Etappe nach Rovinj ist kurz, daher ist am ersten Tag kein Tankstellen-Stress zu befürchten.
Tag-für-Tag
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Budget
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Alternativen
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Weiterführende Kapitel
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